Philosophische Schnipsel

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Notizen, Essays & Reflexionen zu Kultur, Medien, Literatur und Gegenwartsphilosophie

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Was ist Philosophie? Was soll sie leisten? Ist sie nur selbstverliebte Gedankenakrobatik oder doch Hilfe zur Selbsthilfe?
Sie hat ihren Ursprung in der evolutionären Grauzone zwischen überlebenstechnisch notwendiger Hirnleistung und reflektierender Vernunft; als die Menschen anfingen, nach dem Sinn ihres Daseins zu fragen, ihre Toten zu begraben, über ihre Herkunft und Zukunft zu spekulieren und ihr Menschsein begründeten mit der Frage:

“Was soll ich tun?”

Seither ziehen sich Stränge von Antwortversuchen durch die Jahrtausende, geprägt von den jeweiligen wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Lebensbedingungen, die mit jeder Veränderung/ Verbesserung das Rad des Frage-Antwort-Spiels weiterdrehten.

Viele Vorstellungen, die den Ihrigen als sicher galten, erwiesen sich in den Augen der Späteren als Irrtümer, andere wirkten befruchtend im Zusammenwirken mit neuen Umständen und wir können uns natürlich auch nicht einbilden, jemand kenne eine (end)gültige Wahrheit oder würde diese bald entdecken. Doch innerhalb unserer geringen Kenntnisse und unserer beschränkten Vernunft kann uns die Philosophie helfen, in den historischen und gegenwärtigen Erfahrbarkeiten einen Zwischen-Sinn zu finden, der ein (vorübergehendes) Überleben und Weltwirken des Individuums und unserer Spezies als erstrebenswert erscheinen lässt.

Damit das überhaupt funktionieren kann, haben wir über unsere archaischen Notwendigkeiten hinaus die soziale Überlebenstechnik gesellschaftsrelevanter Moralvorstellungen und daraus resultierende verbindliche Gesetze entwickelt. Doch weil diese naturgemäß den sich schnell verändernden Umständen hinterherhinken, ist es die Philosophie als Korrektiv, die durch Querdenken des Alten und gleichzeitiger Vernetzung des Neuen adäquate ethische Denk- und Handlungsmöglichkeiten begründen kann.

Als wichtigste Aufgabe der Gegenwartsphilosophie, in dieser Zeit des weltweiten Umbruchs der Wirtschafts- und Sozialstrukturen, sehe ich die Vernetzung von Geistes- und Naturwissenschaften zu einem partizipatorischen Weltbild, in dem nicht egomanischer Materialismus, sondern kulturell-geistige Wertvorstellungen verbunden mit hoher individueller Kreativität und Bildung die Grundlage einer weltweit praktibalen Lebensform bilden. Und das nicht nur auf den Ebenen des intellektuellen Puritanismus, sondern als ethische Herausforderung für Alle - nur dann kann sich “echte” Demokratie entwickeln.

In diesem Sinn sollen diese “Schnipsel” über die Diskussionen zu diesen Themen reflektieren, provozieren, loben & schelten und vielleicht den Einen oder die Andere zum Mitphilosophieren anregen, damit die GROSSE UNBEKANNTE INFORMATION Futter bekommt, vielleicht was zum Lachen hat oder sich selbst weitererfinden kann.

Denn in der Philosphie geht es um nicht weniger als das, was das Mensch-Sein vorantreibt: die Kontinuität kreativer geistiger Prozesse und die Liebe…

wf

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Du kannst einem Denkzwerg nicht vermitteln, dass er ein solcher ist, da ihm ja die dazu nötige Größe der Einsicht fehlt.


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