Künstlerbekanntschaften
Die Meisten umschwirren mottenverloren nur ihr eigenes trüb schimmerndes Lichtlein
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Notizen, Essays & Reflexionen zu Kultur, Medien, Literatur und Gegenwartsphilosophie
Die Meisten umschwirren mottenverloren nur ihr eigenes trüb schimmerndes Lichtlein
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Gerade als der Klugscheißer dem Kneipenwirt und einem trunkenen Gast den Unterschied zwischen der ‘Wirklichkeit’ und dem ‘Realen’ erklären wollte, fiel dem Säufer versehentlich das Bierglas zu Boden. Darob ergriff den Wirt ein mächtiger Zorn, den Trinker die glotzende Scham und den Schwätzer ein geifernder Spott.
Du aber in deiner Ecke nahmst kurz den Blick aus […]
Da der schwindelfreie Bergfex Seehofer nach eigenen Worten ganz dicht hinter Beckstein und Huber steht ist zu vermuten, dass er sie an höchster Stelle der Not mit gewohnt liebenswürdigem Lächeln vom Grat schubst.
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Wenn sich der Erfolg von Bildungspolitik an der Zahl ausgebildeter Erbsenzähler mit unterkomplexen Weltanschauungen bemisst, wird die Verwaltung gesellschaftlicher Monokulturen freilich einfacher.
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Wer hätte vor kurzem schon geglaubt, dass sich neurobiologische Strukturen sogar in bairischer Landluft noch weiterentwickeln können? Anders sind die landesweiten Stimmenverluste der CSU zugunsten hauptsächlich der Grünen bei den Kommunalwahlen kaum zu erklären - die Prozesse evolutionärer Hirnentwicklung gedeihen erstaunlicherweise auch in der memetischen Gülle von Katholizismus und restringierter Moraltradition - gaaanz […]
Die Leute reden deshalb so gern übers Wetter, weil da jeder individuelle Betroffenheit äußern kann ohne sich irgendeiner Gesinnung verdächtig zu machen.
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Wenn ein Politiker versichert, dass der ‘Glaube’ fester Bestandteil seines Lebens sei, steht zu befürchten, dass dieser auch die memetische Grundlage seiner politischen Entscheidungen ist.
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Eigentlich bräuchten sich die Meisten auf diesen humorlosen Kleingeistertümeleien nicht zusätzlich saufend entblöden um ihre wahre Gesinnung zu zeigen - für Pappnasen ist der Fasching immer und überall…
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drückt aus, was sich der phänomenologischen, kausalen und deterministischen Beschreibbarkeit durch Philosophie und Psychologie entzieht: die subjektive Intentionalität und ontologische Singularität eines durch unendlich vernetzte Bedingungen entstandenen emergenten Bewusstseins.
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Wo aber Philosophie ist wächst das Rettende auch…
wf (frei nach H.)
Hier ein hübsches Schlusswort zu den endlosen Heimat-Diskussionen in diversen Night-Talk-Sendungen:
“Heimat ist da wo der Hut hängt.”
(nach dem Temptations-Song “My Papa was a Rolling Stone”)
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Manche Worte, die länger in einem rumliegen, können mit der Zeit ein ganz schönes Gewicht bekommen. Grad die vermeintlich kleinen Teile, auf die man ja immer wieder beisst, wenn die Seele kein ausreichend anderes Futter hat. Manchmal entpuppen sich Worte, die man eigentlich schon versenkt geglaubt hatte, als giftige Nachtmahre, die keine Ruhe geben, manchmal […]
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